NAK Gottesdienst für Entschlafene

Gottesdienst für Entschlafene

„Die Erlösten warten unser in der Ewigkeit, sieh´, sie kommen uns entgegen in dem lichten Kleid. Horch sie rufen uns herüber von den sel´gen Höhn, wo auch wir verklärt einst sollen alle wiedersehn! Die Erlösten warten, winken, … jauchzen uns auch selig zu … „

Drei der besonderen Ereignisse im neuapostolischen Kirchenjahr sind die «Gottesdienste für Entschlafene». Sie finden Anfang März, Juli und November statt.

Die idealisierte Vorstellung neuapostolischer Glaubenslehre ist, man könne mit herzlichen und innigen Gebeten unerlöste Seelen in der Ewigkeit aus ihren dunklen Bereichen „herausbeten“. Jene wüssten oft nichts von der frohen Botschaft der Liebe Gottes zu allen Menschen, deshalb müssten sie von den Lebenden eingeladen werden, zum Gnadenaltar auf Erden zu kommen. Dort könnten sie durch die Empfangnahme der drei Sakramente, Wassertaufe, Geistestaufe und Sündenvergebung frei und erlöst werden. Sie müssten dann nicht mehr in ihre alten Bereiche zurückkehren.

Kernpunkte bei diesem Glauben sind die Begriffe «Heilswille», «Erlösung» und «Heilsvermittlung». Der «Heilswille» geht von Gott aus, die «Erlösung» geschieht einzig durch Jesus, die «Heilsvermittlung» erfolgt durch das Apostelamt, „… durch die Predigt, die Vergebung der Sünden und die Sakramente. Demnach bewirkt allein Jesus die Erlösung, jedoch nicht die Vermittlung von Heil. Kann es ein, dass sich hier die Katze in den Schwanz beisst?  Nach neuapostolischem Verständnis haben die Apostel von Jesus den Auftrag bekommen das Heil in Christo, auch Verstorbenen, zu „vermitteln“. Im Katechismus wird bezeugt: „Wie Jesus Christus sein Opfer auf Erden brachte, so geschieht auch Heilsvermittlung durch die Apostel auf Erden. Dazu müssen die drei Sakramente auf Erden empfangen werden, denn „da Sakramente stets eine sichtbare Seite haben, können sie auch nur im Bereich des Sichtbaren vollzogen werden.“ Und dies können nur die Apostel durchführen. Also einerseits geschieht Erlösung einzig durch Jesus Christus und dies unsichtbar. Andererseits muss das Heil in sichtbarer Weise auf Erden durch die Apostel „vermittelt“ werden. Dieser Widerspruch wird durch folgende Lehraussage scheinbar aufgelöst: „Dieser Zustand (Anm.: der Gottferne) kann nur durch den Glauben an Jesus Christus und sein Opfer sowie durch den Empfang der Sakramente überwunden werden.  Dadurch wird der unsichtbare Teil mit dem lehrmäßigen sichtbaren Teil geschickt verknüpft und so soll es für den Gläubigen nachvollziehbar sein. Die Aussage „Erlösung allein durch Jesus Christus“ fehlt in dieser Passage. Darauf wird getrennt in Frage 546 hingewiesen. …

Der ganze Beitrag steht hier zum Download bereit:


Noch ein Tipp:
Im Gottesdienst für Entschlafene einmal darauf achten zu wem gesprochen wird. Zu den Entschlafenen oder zu den Lebenden? Wird vielleicht nur über die Entschlafenen oder von den Entschlafenen gesprochen? Wenn ja, wie wäre das, wenn in einem Gottesdienst für Gäste nicht zu den Gästen gesprochen würde, sondern nur über die Gäste?

ACK-Gastmitglied-NAK-Stade

Neuapostolische Kirche Stade ist ACK-Gastmitglied

(25.02.2015) Stade. Die ökumenische Zusammengehörigkeit zwischen der neuapostolischen Gemeinde Stade und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Stade konnte im Rahmen der ACK-Deligiertenversammlung am Donnerstag, 19. Februar 2015 offiziell besiegelt werden. Der nächste gemeinsame Termin: Ein neuapostolischer Gottesdienst am Mittwoch, 11. März 2015, zu dem Jochen Niepel, Bezirksevangelist und Vorsteher der Gemeinde Stade, alle Pastoren, Pfarrer und Deligierten der ACK Stade eingeladen hat.

Neben den Evangelisch-lutherischen Gemeinden im Stader Stadtgebiet zählen fünf weitere Gemeinden zu den Vollmitgliedern der ACK Stade: die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis, die Freie Christengemeinde Oldendorf, die Matthäusgemeinde sowie die Römisch-katholische Heilig-Geist-Gemeinde.

Mehr Informationen unter nak-norddeutschland.de

Was wir als Christen von Anderen lernen können

Was wir als Christen von Anderen lernen können

Was wir Christen von Anderen lernen könnenHier geht es konkret um die Frage, die wohl eine zeitlose Aktualität hat: ob nicht die Kirche und wir Christen noch mehr und intensiver selbst Lernende sein müssten. Hübner greift damit die Intention von Papst Johannes XXIII. auf, die ihn bewog, das 2. Vatikanische Konzil einzuberufen. Der Papst war davon überzeugt, dass die Kirche nicht nur Lehrerin der Völker ist, sondern dass sie selbst auch lernende Kirche sein muss.
Sie muss sich „verheutigen“, um besser von dem reden zu können, was die Mitte ihres Auftrag ist: das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus aller Welt und jeder Generation neu anzubieten. Dazu bedarf es zum einen eines gehorsamen Hinhörens auf den Geist Gottes, der die Kirche durch allen Wandel der Zeiten geleitet und im Glauben bewahrt.
Aber es bedarf zum anderen eines ebenso intensiven Hinhörens auf die jeweilige Gegenwart, in der die Kirche ihren Auftrag zu erfüllen hat.

Dieses Buch ist erschienen im Adlerstein-Verlag. Dort kann es auch bezogen werden.

Aus Gnaden erwählt, Band 1

Aus Gnaden erwählt …? Band 1

Aus Gnaden erwählt? Band 1Stiegelmeyr, Rudolf J.

Fragen und Antworten für kritische Gotteskinder

Vor nunmehr sieben Jahren startete ich eine Antwortaktion auf die dringlichsten Kommentare und Fragen, die mir im Zusammenhang mit meiner kritischen Internetbegleitung der Neuapostolischen Kirche als Mails zugingen. Aufgrund des durch meine damaligen Quo-Vadis-Essays vermehrt aufgetretenen Erklärungsbedarfs ergab sich ein Aufsatz in Dialogform, der ganz im Frage- und Antwortstil des neuapostolischen Katechismus zwischen 2003 und 2005 im Netz weiter entwickelt wurde. Aus diesen damaligen Fragen und Antworten, die nun in erweiterter, überarbeiteter und die Ereignisse der vergangenen acht Jahre Rechnung tragender Neuauflage erscheinen sollen, bin ich bei den letzten Korrekturen des ersten Bandes meiner unter dem Fragetitel „Aus Gnaden erwählt …?“ erstellten zwei Bände zur Herkunft, Lehre und Geschichte der Neuapostolischen Kirche.. 

Mehr Info auf den Herausgeber-Webseiten

 

Aus Gnaden erwählt? - Band 2

Aus Gnaden erwählt …? Band 2

Aus Gnaden erwählt? Band 2Stiegelmeyr, Rudolf J.

Als eines von vielen Enkelkindern der zweiten Erweckungsbewegung (ca. 1780 – 1860) hat die Neuapostolische Kirche ihre Wurzeln in einer religiösen Aussteigerbewegung (dissenters), welche später die Katholisch-Apostolische Gemeinde (noch später Kirche) bilden sollte und sich aus der erwähnten Erweckungsbewegung zu Beginn des 19. Jhs. in England herausgebildet hatte und mit dem sog. Alburykreis unter dem Bankier Henry Drummond und dem Erweckungsprediger Edward Irving eine eigene – anfänglich prophetisch orientierte – Richtung weiter verfolgte. Zwar hat die Neu-apostolische Kirche (NAK) die institutionell-organisatorischen Wurzeln zu dieser Katholisch Apostolischen Gemeinde mittlerweile längst gekappt, aber viele ihrer geistigen Entwicklungen prägen die NAK bis heute.

Mehr Info auf den Herausgeber-Webseiten.

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NAK Ehrenamt Amtsträger

Ehrenamt «Amtsträger» in der NAK und 25 Dienstjahre

Das Wirken der Neuapostolischen Kirche International (NAKI) steht und fällt mit den ehrenamtlichen Amtsträgern. Allein in den deutschen NAK-Gebietskirchen sind 18.159 Amtsträger tätig für 347.754 Mitglieder.

Somit kommt durchschnittlich ein Amtsträger auf 19 Mitglieder. Eine sehr komfortable Situation, vergleicht man die Zahlen mit denen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dort kommen auf einen Theologen/Theologin durchschnittlich 1.723 Mitglieder.

Zu berücksichtigen ist zwar noch, dass die ehrenamtlichen neuapostolischen Amtsträger ihre Tätigkeit in der Regel nach Feierabend ausüben, jedoch steht den evangelischen Theologen/Theolo-ginnen auch nicht der ganze Arbeitstag für Seelsorge zur Verfügung, da sie sich zusätzlich mit um-fangreichen Organisations- und Verwaltungsaufgaben befassen müssen. Für die reine Seelsorge inklusive Gottesdienste bleiben, je nach Pfarrstelle, rund 50 bis 60 % der Arbeitszeit. So gesehen, sind die evangelischen Theologen/Theologinnen seelsorgerisch auch nur Halbtagskräfte.

Von diesen 18.159 neuapostolischen Amtsträgern in Deutschland stehen nur etwa 72 Amts-träger (rund 32 Apostel und ca. 40 Bischöfe) im bezahlten Kirchendienst. Man stelle sich vor, diese etwa 72 bezahlten Apostel und Bischöfe müssten alleine für die Seelsorge aufkommen. Da kämen plötzlich rund 4.800 Mitglieder auf einen Amtsträger. Schnell würde sich ein ganz anderes Bild darstellen. Nicht mitgerechnet wären die unzähligen organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufgaben, welche sie zusätzlich bewältigen müssten. Eine unmögliche Aufgabe. …

Der ganze Artikel steht hier zum Download bereit:

Aus-Gnaden-erwählt-Band-3

Aus Gnaden erwählt …? – Band 3

Stiegelmeyr, Rudolf J.

Aus Gnaden erwählt? Band 3 - Rudolf StiegelmeyrDie Neuapostolische Kirche ist davon überzeugt, DAS Heils- und Erlösungswerk Gottes hier auf Erden zu sein, ohne welches niemand an der ersten Auferstehung (Offenbarung 20,5-6) und damit am von Jesus Christus verheißenen Erbteil der Gerechten würde teilnehmen können. Dank des in ihr wirkenden urchristlich verstandenen Apostelamtes sieht sie sich dabei als unmittelbare und einzig wahre Fortsetzung der Urkirche, ein Anspruch, der automatisch die Legitimation für die exklusive Entrückung bei der Wiederkunft Christ beinhaltet.

In insgesamt vier Bänden zu Anspruch und Wirklichkeit dieser Glaubensüberzeugung setzt dieses religionssoziologische Grundlagenwerk sich detailliert mit dem neuapostolischen Denken und seiner Herkunft auseinander und gibt so einen kritischen Einblick in die Ursachen und Wirkungen geschlossener Glaubenssysteme aus dem Blickwinkel christlicher Theologie und biblischer Wissenschaft.

Dieser dritte Band des Gesamtwerkes zur Neuapostolischen Kirche setzt sich mit den Alleinstellungsmerkmalen der neuapostolischen Glaubenslehre auseinander: exklusivistische Naherwartung und partikularistische Erwählung. Vor allem das exklusivierte Apostolats- und Eschatologieverständnis und damit verbunden die als Alleinstellungsmerkmal verkauften Kirchen-, Heils- und Erlösungsvorstellungen stehen im Fokus der Betrachtung. Dabei richtet der Autor sein Augenmerk auf die Frage, inwieweit diese primären Alleinstellungsmerkmale (Apostelamt, Erwählung und Naherwartung auf eine selektive Brautentrückung) biblisch und theologisch tragfähig und vor der Vernunft plausibel und stichhaltig zu vertreten sein würden.

Zu beziehen zum Beispiel bei BoD: Aus Gnaden erwählt? – Band 3

Konsultationstag ACKs Kassel

Konsultationstag lokaler und regionaler ACKs

Am 19.02.2015 fand in Kassel im Rahmen der „Phase der Reflektion und Kommunikation“ der ACK Deutschland in ihren Beziehungen zur NAK ein Konsultationstag statt. Zu diesem Konsultationstag waren die Vertreterinnen und Vertreter lokaler und regionaler ACKs eingeladen, in denen es schon Kontakte zu Neuapostolischen Gemeinden in irgendeiner Form gibt. Im Vorfeld wurden die lokalen ACKs direkt oder über die regionalen ACKs eingeladen und gebeten Fragen zu ihrer Beziehung zur NAK schriftlich zu beantworten. Die eingegangenen Antworten waren Grundlage des Austausches und der Auswertung auf dem Konsultationstag.

Es hat sich ergeben, dass Kontaktaufnahmen zu lokalen und regionalen ACKs überwiegend von Vertretern der NAK ausgingen und diese Kontaktaufnahmen und Entwicklungen in der Regel positiv verlaufen sind. Kontaktaufnahmen gehen tendenziell von den NAK-Leitungsebenen aus. Einige NAK-Gemeinden besitzen in lokalen ACKs den Gaststatus, welcher als angemessen erlebt wird. Ein weitergehender Gaststatus auf regionaler Ebene wird seitens der NAK angestrebt und scheint in manchen lokalen ACKs durch die gewachsenen Beziehungen möglich.

Die spezifischen Lehren und Besonderheiten der NAK werden als unterscheidend und zum Teil trennend wahrgenommen. Dabei ist der Katechismus der NAK eine Hilfe, Gemeinsames, sowie auch Trennendes zu erkennen und ins Gespräch zu bringen. Am Konsultationstag wurde betont, dass der Prozess des aufeinander Zugehens von ACK und NAK fortgeführt werden soll. Dabei sind noch weitere wechselseitige Klärungen sinnvoll und notwendig.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass der Status der NAK in der jeweiligen ACK überwiegend als stimmig beurteilt wird. Auch das Tempo der Entwicklung der Beziehungen wird überwiegend als angemessen bewertet. Die gegenseitige Kenntnis und das Vertrauen zueinander sind gewachsen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Konsultationstages votierten dafür, dass der NAK auf regionaler und bundesweiter Ebene der Gaststatus ermöglicht wird. Damit die Entwicklung auf lokaler und regionaler Ebene weitergeht, sind jedoch Impulse der Bundes-ACK nötig.

NAK Schaukastenplakat Februar 2015

Schaukastenplakat Februar 2015

Kurz bevor ich die Eingangstüre zur Gemeinde der Neuapostolischen Kirche erreiche, strahlt mich aus dem kurz davor installierten Schaukasten ein Jugendlicher an. Sein Gesichtsausdruck stimmt mit dem überein, was in großen Lettern direkt unter seiner schwarzen Krawatte zu lesen ist: „Ich freue mich“. Das nehmen ich ihm so ab und sicher auch viele andere, die unweigerlich an diesem Schaukasten vorbeikommen.
Dann lese ich weiter: „ … weil ich mich als Seelsorger in der Gemeinde einbringen kann.“ Als Seelsorger? … geht es mir durch den Kopf. Ich hatte mich schon etwas gewundert, dass ein Jugendlicher aus so einem seriösen schwarzen Anzug herauslächelt. Ich schaue mir sein Gesicht jetzt etwas genauer an. Wie alt mag dieser sympathische junge Mann sein? Ich schätze ihn auf 19 Jahre. Wobei ihn das angehende Bärtchen über der Oberlippe und am Kinn, sowie die elegante Brille etwas älter wirken lassen. Es ist gut möglich das er auch erst 18 ist. Ja, denke ich mir, so sehen Jugendliche aus die gerade den Führerschein machen. …

Hier steht der ganze Kommentar zum Download zur Verfügung:

Versöhnung apostolischer Kirchen

(Letzter Bericht: 11/2013, 424-427) Die Neuapostolische Kirche (NAK) und die Apostolische Gemeinschaft (AG) haben sich fast 60 Jahre nach ihrer Spaltung versöhnt.

1955 hatte der damalige neuapostolische Stammapostel Johann Gottfried Bischoff (1871 – 1960) seinen von ihm selbst ausersehenen Nachfolger, Apostel Peter Kuhlen, sowie zwei weitere Apostel ausgeschlossen. Mit den ausgeschlossenen Aposteln gingen etwa 10000 überwiegend im Rheinland beheimatete Gemeindeglieder. Hieraus entstand die heutige Apostolische Gemeinschaft, die heute noch ca. 5000 Mitglieder hat. Kuhlen hatte sich damals kritisch zum Stammapostel gestellt, nachdem dieser als 80-Jähriger verkündet hatte, Gott habe ihm offenbart, Christus werde noch zu seinen Lebzeiten wiederkehren. Die Apostolische Gemeinschaft ist nur eine von mehreren Kirchen weltweit, die wegen dieser sogenannten „Botschaft“ Bischoffs durch Abspaltung bzw. Ausschluss entstanden. …

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